Satteldruck beim Pferd ??!!

Bei einem Satteldruck ist die Haut des Pferdes an der Sattellage gequetscht. Diese "Druckstellen" entstehen meist durch einen nicht richtig passenden Sattel (zu enge Sattelkammern oder einen hohen Widerrist, ein zu fest oder zu locker gegurteter Sattel, zu schwere Reiter oder ein nicht optimaler Sitz des Reiters) oder verknickte / verschmutze Satteldecken. Auch dreckiges Fell unter dem Sattel führt manchmal zu Reibungen und Satteldruck.
In seltenen Fällen können auch Verletzungen und Quetschungen am Widerrist entstehen, wenn sich das Pferd beispielsweise wälzt.

Die Symptome eines Satteldrucks beim Pferd können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Zu Beginn fällt dem Besitzer häufig auf, dass das Pferd unter dem Sattel sehr unterschiedlich verschwitzt ist: Einige Stellen sind trocken, während andere feucht sind.
Das Fell an der Satteldruck-Stelle ist oftmals feucht und verklebt, und die Haare des Pferdes sind stumpf und abgebrochen. Die Haut kann geschwollen sein und Quaddeln aufweisen, zum Teil sind diese für das Pferd sehr schmerzhaft. Dies kann auch dadurch auffallen, dass das Pferd ungehorsam und sattelscheu ist.
Der Satteldruck beim Pferd kann sich entzünden und es entstehen offene, nässende oder eitrige Stellen. Zum Teil kommen auch „abgestorbene“ trockene Druckstellen vor. Ist ein Satteldruck abgeheilt, hat das Pferd an der Stelle oftmals weiße „Stichelhaare“.

Ein Satteldruck beim Pferd wird durch strikte Schonung der betroffenen Druckstelle behandelt. Das Pferd darf nicht mehr belastet werden, bis der Satteldruck komplett ausgeheilt ist, manchmal kann dies mehrere Wochen oder Monate in Anspruch nehmen.
Frische Quetschungen beim Satteldruck werden vorsichtig gekühlt. Ist die Stelle entzündet oder eitrig, verabreicht der Tierarzt dem Pferd häufig Schmerzmittel, Antibiotika und entzündungshemmende Medikamente. Gegen trockene Satteldruck-Stellen empfiehlt der Tierarzt gegebenenfalls rückfettende Wundsalben.

Die beste Möglichkeit, einem Satteldruck vorzubeugen, ist einen Sattel zu benutzen, der genau auf den Pferderücken passt. Der Rücken eines jeden Pferdes ist verschieden, sodass es empfehlenswert ist, sich bei der Anschaffung des Sattels von einem Experten beraten zu lassen. Keine Satteldecke ist in der Lage, einen ungeeigneten Sattel an den Rücken anzupassen. Einige Händler bieten mittlerweile verschiedene Verfahren an, um die Passgenauigkeit des Sattels zu überprüfen, beispielsweise mittels Druckmessmatten.
Auch ein gründliches Reinigen der Sattellage vor dem Satteln, ein genaues Ausrichten der Satteldecke und richtiges Gurten können Reibungen und Sattelstellen beim Pferd vermeiden. Bei Pferden, die stark an Gewicht verloren haben, kann sich die Passgenauigkeit des Sattels ändern und es notwendig machen, einen neuen Sattel zu kaufen.
Nach dem Abnehmen des Sattels erhält man bereits erste Hinweise, ob der Sattel gut auf das Pferd passt: Ist die Sattellage ganz unregelmäßig verschwitzt, oder einige Stellen sogar trocken, während andere sehr feucht sind, so liegt die Vermutung nahe, dass die Belastung des Rückens durch den Sattel nicht gleichmäßig ist. Auch weiße „Stichelhaare“ können ein Anzeichen bereits verheilter Sattelstellen sein.

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