Pferdegrippe? Das Kraut vom Tierarzt

Die equine Influenza (Pferdegrippe, Hoppegartener Husten, Infektiöse Tracheobronchitis)  ist eine der ökonomisch folgenschwersten akuten Atemwegserkrankung des Pferdes. Nicht nur, dass die betroffenen Tiere für eine längere Zeit der absoluten Schonung bedürfen und nicht im Sport einsetzbar sind, es können sich auch chronische Lungen- und Herzschäden daraus entwickeln, die die Leistungsfähigkeit und die Verwendbarkeit der Tiere dauerhaft einschränken. 
Betroffen sind häufig ganze Pferdepopulationen. Diese durch Influenza A-Viren verursachte Erkrankung der oberen und unteren Atemwege kommt weltweit vor, in Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika, Asien und im arabischen Raum ist sie enzootisch. Meist kommt es innerhalb geschlossener Pferdepopulation zu Epidemien, da die equine Influenza hoch ansteckend ist und sich entsprechend rasant ausbreitet.
Von der FEI (Federation Equestre Internationale) und der FN (Fédération Equestre Nationale) ist daher eine regelmäßige und dokumentierte Impfung gegen die equine Influenza alle 6 Monate vorgeschrieben. Andere Sport- und Zuchtverbände haben inzwischen auch solche Influenza-Impfpflichten eingeführt.
In Deutschland und Europa werden vor allem Ausbrüche vom Subtyp 2 (A/Equi 2) beobachtet. Daher ist es wichtig, dass der verwendete Impfstoff einen variantenübergreifenden Prototypen als Antigen enthält. Die im neuen ISCOM-Matrix-Impfstoff der Firma Intervet enthaltenen Stämme Prag 56, Newmarket 1/93 und Newmarket 2/93 haben ihre Aktualität in Belastungsinfektionen bewiesen. Weitere Studien haben darüber hinaus die ausgezeichnete Verträglichkeit auch für tragende Stuten und Fohlen belegt. Das besondere an dem ISCOM-Matrix-Impfstoff ist jedoch wie bei einer natürlichen Infektion die schnelle Induktion einer sowohl humoralen als auch zellulären Immunantwort. Dadurch kommt es zur Ausbildung einer belastbaren und mehrere Monate anhaltenden Immunität, während herkömmliche Impfstoffe lediglich eine humorale Immunantwort (Bildung von Antikörpern) induzieren. Antikörper allein sind jedoch nicht in der Lage, eine ausreichende Immunität zu bewirken, so dass Impfstoffe, die nur eine humorale Immunreaktion induzieren, nicht empfehlenswert sind.

Quelle: intervet

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