Schafsfütterung - gefrorenes Futter führt zur Pansenblähung

Bei der Pansenblähung kommt es zur Bildung einer Gasblase im oberen Teil des Pansens durch die Verhinderung des Ausstoßens der Verdauungsgase.
Das kann passieren, wenn die Speiseröhre durch Fremdkörper verlegt ist - Futterbrocken - oder bei der sogenannten kleinschaumigen Gärung die die übermäßige Aufnahme von Luzerne, Klee und Rübenblättern im Sommer bzw. jetzt im Winter durch die Aufnahme von gefrorenen Futter. Dieses Futter bindet die Verdauungsgase in kleinen Bläschen, welche nicht ausgestoßen werden können.
Man sieht bei der Erkrankung an der linken Seite des Tieres eine starke Auftreibung - die Tiere stehen starr da und bewegen sich kaum noch. Ohne Behandlung bekommen die Schafe eine Kreislaufstörung, brechen zusammen und liegen schließlich in Seitenlage fest.

Es ist unbedingt erforderlich, diese Tiere dem Tierarzt vorzustellen, um eventuelle Futterbrocken aus der Speiseröhre zu entfernen und / oder krampflösende Medikamente (oberflächenentspannende Mittel) zu spritzen.
Zudem muss sofort das verursachende Futter abgesetzt werden - also jetzt im Winter kein Feuchtfutter füttern, das gefrieren kann bzw. die betroffenen Tiere nicht aus dem Stall lassen, damit sie sich mit gefrorenen Grashalmen versorgen können. Diese Tiere müssen viel Rauhfutter - gutes Heu - zu sich nehmen.
Um die kleinschäumige Gärung vorbeugend zu vermeiden, bitte immer ausreichend Heu und gutes Stroh verfüttern.

Optimale Winterfütterung für Schafe: Saftfutterpflanzen wie z.B. verschiedene Rübenarten, Silage kann ebenfalls verfüttert werden, Futterkartoffeln sind ein kohlenhydratreiches Ergänzungsfutter,  Leistungsfutter wie z.B. gequetschter Hafer oder gequetschte Gerste sowie Körnerleguminosen sparsam verabreichen, nicht fehlen dürfen Salzlecksteine, täglich ca. 20 g Mineralstoffmischung pro Tier. Und das wichtigste Lebensmittel auch für Schafe ist sauberes, kaltes Wasser.

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