Geflügel - Plichtimpfung gegen Newcastle-Disease

Etwa 90% aller Legehennen werden in Grossbeständen gehalten, die von spezialisierten Geflügeltierärzten betreut werden. Daneben findet man aber auch eine Vielzahl von Klein – und Hobbybeständen. Während die Gesunderhaltung von Grossbeständen weitestgehend durch Impfungen gewährleistet wird, wird die Impfprophylaxe in Kleinbeständen vernachlässigt.

Alle Halterinnen und Halter von Hühnern und Truthühnern sind gemäß § 7 Abs 1. der Geflügelpestverordnung vom 20.12.2005 verpflichtet, ihre Tiere regelmäßig gegen die atypische Geflügelpest Newcastle-Disease impfen zu lassen. Auch Privatpersonen, die nur zwei oder drei Hühner haben, müssen sich an die Impfpflicht halten. Die Impfung, die in der Regel über das Trinkwasser erfolgt, ist eine wichtige Maßnahme zur vorbeugenden Tierseuchenbekämpfung.
Newcastle-Disease ist eine hoch ansteckende Viruskrankheit. Sie äußert sich durch plötzliche Todesfälle, hohes Fieber, Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Durchblutungsstörungen (häufig mit dunkler Verfärbung des Kammes), Atemnot, Schleimhautabsonderungen und grünlich-wässrigen Durchfall. Legehennen legen weniger Eier. Die Krankheit verbreitet sich über die Luft sowie von Tier zu Tier weiter. Auch wild lebende Vögel, wie Enten oder Gänse, können die Erreger weiter übertragen. Newcastle-Disease ist nicht zu verwechseln mit der Vogelgrippe. Für den Menschen ist Newcastle-Disease ungefährlich. Stellt der Amtstierarzt Newcastle-Disease in einem Geflügelbestand fest, müssen sofort alle Tiere getötet werden. Ställe, Gebäude und Transportfahrzeuge werden desinfiziert. Hat der Besitzer seine Hühner oder Truthühner nicht impfen lassen oder seinen Bestand (Anzahl und Art der Tiere) nicht bei den zuständigen Behörden bwz. bei der Tierseuchenkasse gemeldet, hat er auch keinen Anspruch auf Schadensersatz. 

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