Enten - das optimale Nutztier - Fleisch, Federn, Eier

Enten sind für Selbstversorger die optimalen Nutztiere: Anspruchslos in der Pflege und ausgesprochen robust.
 Bei artgerechter Haltung liefern sie ausreichend Fleisch, Eier und Federn. Zudem befreien sie jeden Nutzgarten von Schnecken und Schädlingen.
 
 Enten sind relativ genügsam und pflegeleicht. Sie gelten allgemein als robust, zudem wachsen sie schnell heran. Soll der Entenbraten aus dem eigenen Garten stammen, sind Selbstversorger mit der artgerechten Entenhaltung gut beraten.
 
 Enten benötigen Wasserstellen, um sich an heißen Tagen abkühlen zu können. Ein Ententeich im Garten erfüllt noch eine weitere lebenswichtige Funktion: Er dient den Wasservögeln zur Gefiederpflege. Ist dies nicht möglich, können die Tiere erkranken.
 Die Bademöglichkeit sollte den Enten einen sicheren Ein- und Ausstieg bieten können, sowie groß genug für die Anzahl der Tiere sein. Ein wöchentlicher Wasserwechsel ist wegen der starken Verkotung dringend notwendig.
 Hinzu kommt, dass Enten ihre Eier gerne ins oder ans Wasser ablegen. Ist das Wasser verschmutzt, sollten die Eier keinesfalls mehr gegessen werden. Auch abwaschen nutzt nichts, denn die Eierschale ist ziemlich porös und nimmt den Schmutz auf. Im Winter sind die Badegänge nicht unbedingt erforderlich, aber auch hier kommt es auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Entenarten an.
 
 Weiterhin sind die Tiere auf frisches Trinkwasser angewiesen. Praktische Ententränken sind hierfür bestens geeignet. Das Trinkwasser sollte niemals wärmer als 20 Grad Celsius sein – Enten trinken zu warmes Wasser dann nicht mehr.
 
 Das Grundstück, auf dem Enten leben, muss reichlich Platz bieten können. Es sollte weder mit Kalk und Dünger noch mit Schneckenkorn behandelt sein. Und es sollte ausreichend gesichert sein. Eine dichtmaschige rundum Drahtumzäumung ist extrem nützlich. Tagsüber leben Enten im Freien, nachts gehören sie in einen Entenstall, der sie vor Marder oder Ratten schützt. Somit ist das Entenhaus nicht als Dauerbleibe zu betrachten, sondern lediglich als geschützter Schlafplatz.
 Ein Entenstall lässt sich ganz einfach selber bauen. Holz bietet sich als ideales Baumaterial an. Eine Entenbehausung sollte primär trocken, zugfrei, sicher und warm – aber auf keinen Fall zu warm – sein. Weiterhin brauchen die Enten genügend Platz. ½ Quadratmeter pro Tier ist das Minimum. Die Tiere müssen ferner ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden – verstellbare Öffnungen zum Lüften im oberen Bereich des Entenhauses sind daher optimal. Weil Stroh in jeden Stall gehört, könnte eine Ablage im mittleren Bereich der Behausung als Strohbevorratung dienen.
 Weiterhin ist eine Abflussmöglichkeit innerhalb der Bleibe sinnvoll. Insbesondere im Winter. Irgendwo muss die Flüssigkeit, die Enten eventuell um die Wassertränke verschütten, wegfließen können. Ein Schacht hilft weiter. Ebenso eine Grube. Diese einfach unter der Trinkstation anlegen, Drahtgitter drüberlegen und Wassergefäß draufsetzen. So gelangt das Wasser direkt in die Grube und nicht in die Einstreu.
 
 Die Bodeneinstreu kann beispielsweise aus Torf mit einer Strohauflage oder aus Rindenmulch bestehen. Hobelspäne, Torf und Sand sind eine gute Mischung und bestens als Auflage für den Stallboden geeignet. Nach Zweckerfüllung können Selbstversorger diese als Dünger nutzen.

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