Blauzungenerkrankung und die Impfpflicht

Entgegen allen fachlichen Empfehlungen haben sich Mitte November mehrheitlich zehn Bundesländer für die Abschaffung der flächendeckenden Pflichtimpfung gegen die Blauzungenerkrankung Serotyp 8 bei Rindern, Schafen und Ziegen im Jahr 2010 ausgesprochen.
 Wie der Präsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte , Dr. Hans-Joachim Götz darstellt, ist die Seuche durch zwei Jahre flächendeckende Impfung keineswegs ausgerottet. "Wird die Impfpflicht abgeschafft, ist zu erwarten, dass die Populationsimmunität deutlich unter die notwendigen 70-80% sinkt und erneute Seuchenzüge mit den bekannten wirtschaftlichen Schäden und tierschutzrelevanten Leiden und Schmerzen zu erwarten sind. Mit der Entscheidung der Bundesländer wird dem Prinzip - Impfen statt Keulen - als Instrument der Tierseuchenbekämpfung, wie es auch in der EU-Tiergesundheitsstrategie vorgesehen ist, bei erstbester Möglichkeit ein Bärendienst erwiesen und die Erfolge der beiden vergangenen Jahre zunichte gemacht."
 Länder wie Frankreich, Großbritannien und die Niederlande haben gezeigt, dass die für den Schutz der empfänglichen Tierpopulation erforderliche Impfdichte nicht erreicht wird - Deutschland möchte genau das noch mal beweisen. Vielleicht werden wir dann wie Frankreich auch aus unserem Fehler lernen und die obligatorische Impfung erneut beschließen.
     

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