
Lebensgefährliche Infektionskrankheiten kann man am sichersten durch die Schutzimpfung vorbeugen. Impfstoffe gelten zurecht als die wirksamsten Medikamente überhaupt!
Bis heute gibt es leider keine Arzneimittel, mit denen eine Virusinfektion geheilt werden kann. Der Tierarzt kann im Krankheitsfall nur bemüht sein, den Verlauf zu mildern und das Schlimmste zu verhindern. Deshalb ist bei Viruserkrankungen die Schutzimpfung die sicherste Möglichkeit, Krankheiten zu verhindern.
Durch die Impfung werden Mensch und Tier immun. Dieser Immunschutz umfasst jeweils nur die Krankheit, gegen die geimpft wurde. Eine Staupeimpfung schützt deshalb nicht gegen Parvovirose und umgekehrt. Damit der Hunde oder Katzen nicht gegen jede einzelne Krankheit einzeln geimpft werden müssen, hat die moderne Impfstoffforschung so genannte Kombinationsimpfstoffe entwickelt, die besonders für die jährliche Wiederholungsimpfung viele Vorteile aufweisen und deshalb heute bevorzugt eingesetzt werden.
Merke:
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Kombinationsimpfstoffe sind genauso sicher, wirksam und verträgIich wie Einzelimpfstoffe. |
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Kombinationsimpfstoffe sind kostengünstiger und reduzieren die Zahl der notwendigen Injektionen |
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Kombinationsimpfstoffe vereinfachen die Impfung und helfen sogenannte Impflücken vermeiden zum Wohl von Tier und Mensch. |
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Voraussetzung jeder Impfung: Das Tier ist gesund und entwurmt! |
Für die Impfung stehen moderne Impfstoffe zur Verfügung, die in kleiner Dosis eine maximale Schutzwirkung haben. Meist werden (s.o.) Kombinationsimpfstoffe angewendet, so dass Hund oder Katze mit nur einer Injektion gleichzeitig gegen mehrere Infektionskrankheiten geimpft werden können.
Über den Impfplan einschließlich der zu verwendenden Impfstoffe entscheidet der Tierarzt. Er wird außerdem die Seuchenlage allgemein und örtlich entsprechend berücksichtigen.
Grundsätzlich gilt: Durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Erregern oder aufgrund von Impfungen bildet der Organismus Schutzstoffe, die so genannten Antikörper. Diesen selbstaufgebauten Schutz nennt man aktive Immunität. Im Gegensatz dazu bedeutet passive Immunität, dass die Schutzstoffe von außen, beispielsweise mit der Muttermilch, zugeführt werden. Ein säugender Welpe erhält also einen passiven Infektionsschutz, der jedoch im allgemeinen zwischen der 6. und 12. Lebenswoche abgebaut wird. Es ist daher unbedingt ratsam, das Jungtier frühzeitig Schutzimpfung zu lassen, um es nicht zunehmend der Gefahr einer Infektion auszusetzen.
Der Aufbau eines wirksamen Impfschutzes ist wie schon erwähnt an die Grundimmunisierung gebunden. Diese sollte am besten ab der 7./8. Lebenswoche mit der Erstimpfung gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Leukose bei der Katze und gegen Staupe, H.C.C., Parvovirose, Zwingerhusten und Leptospirose beim Hundewelpen beginnen.
Wegen der eventuell noch vorhandenen. vom Muttertier erworbenen Schutzstoffe muss etwa 3 bis 4 Wochen später die Zweitimpfung vorgenommen werden.