Sommerzeit Hitzschlag Zeit

1.     Verkraften Tiere die Hitze besser als Menschen?

Im Gegensatz zu uns können unsere Haustiere die überschüssige Wärme nicht durch Schwitzen über die gesamte Körperoberfläche abgeben.  Ihnen stehen dafür nur die Schweißdrüsen an den Pfoten und das Hecheln zur Verfügung.  Ungünstig wirkt sich auch das  Alter und körperliche Anstrengung bzw. Aufregung. Aus. Gerade träge, übergewichtige, dicht behaarte oder langhaarige Tiere größerer Hunderassen (kleinere Oberfläche im Verhältnis zum Körper) neigen zu Hitzschlag, wenn sie an heißen und schwülen Tagen im Auto zurückgelassen werden. Ein geöffnetes  Fenster und / oder Schiebedach reicht nicht aus!

Auch  junge Tiere ohne gut funktionierende Wärmeregulation und Zwerghunderassen sind gefährdet.

Vorsicht ist auch mit Vögeln, Kaninchen oder Meerschweinchen geboten, deren Käfige in die Sonne gestellt werden und die dann oft keine Möglichkeit haben, der Hitze / Sonne zu entgehen. Die kleinen Heimtier- Häuschen bieten keinen ausreichenden Schutz!

 2.     Was muss man beachten, wenn es draußen sehr heiß ist?

Tiere, die sich frei bewegen können und ausreichend Wasser zur Verfügung haben, bekommen normalerweise keinen Hitzschlag oder Sonnenstich. Sie suchen sich ein kühles Plätzchen und ziehen sich aus der Sonne zurück.

Sie sollten folgendes beachten:
1. Tiere im Sommer nicht in die pralle Sonne stellen oder dort anbinden (Sonnenlauf beachten!!).  Achten Sie darauf, dass das Tier immer die Möglichkeit hat, sich an einen kühlen Ort zurückzuziehen.

2. Hunde niemals im geparkten Auto zurücklassen, auch nicht bei geöffneten Fenstern (unzureichende Zirkulation!).

3. Längere Spaziergänge in die kühleren Morgen- bzw. Abendstunden legen.  Übergewichtige Hunde oder Herzpatienten sollten bei Wärme nur kurz und dafür öfter Gassi gehen.

4. Körperliche Anstrengung der Tiere vermeiden, nicht Radfahren (Hunde zeigen den Grad ihrer Erschöpfung häufig erst an, wenn sie umfallen!). Geben Sie ihm Gelegenheit, sich im Schatten auszuruhen.

5. Für ausreichendes Flüssigkeitsangebot sorgen. Bei Hitze trinken Hunde z. Bsp. bis zu 100 ml pro kg Körpergewicht und Tag. Ein 10 kg schwerer Hund bräuchte also täglich einen Liter.

6. Bei längeren Autofahrten auf das Wohlbefinden des Tieres achten und ausreichende Pausen mit Tränkemöglichkeit einlegen.

7. Hindern Sie Ihren Hund nicht am Hecheln, z. B. durch einen engen Maulkorb.

8. Apathie, Zittern, Krämpfe, rasende Atmung, Durchfall / Erbrechen können mögliche Anzeichen eines Hitzschlages sein > Tierärztin / Tierarzt aufsuchen

8. Bei verdächtigen Symptomen (s.o.) oder Bewußtlosigkeit zur Kühlung kalte Tücher um Kopf und Körper verwenden, Kopf tiefer lagern, Hals gestreckt > Transport zur nächstgelegenen Tierklinik oder Tierarztpraxis.

3.     Wie zeigen sich Symptome von Überhitzung und wie sollte man reagieren? 

Erste Anzeichen einer Überhitzung sind :

  • Unruhe
  • Vermehrtes Hecheln
  • langgestreckter Hals, weit heraushängende Zunge beim Hund
  • Ihr Tier sucht nervös nach einer Möglichkeit, ins Kühle zu gelangen.

 

Gelingt es dem Tier  nicht, sich abzukühlen, kommt es zu einem Hitzschlag mit:

  • schneller, flacher Atmung
  • Herzrasen
  • Stark geröteten Schleimhäuten
  • Taumeln
  • evtl. Erbrechen, Durchfall
  • starkem Speichelfluss
  • Teilnahmslosigkeit
  • Körpertemperatur über 40°C 

Ein Hitzschlag führt schließlich zum völligen Kreislaufkollaps bzw. Schock mit:

  • blassen, trockenen, evtl. bläulichen Schleimhäuten
  • Krämpfen, Zittern
  • Bewusstlosigkeit, Koma


    Ohne Behandlung führt der Hitzschlag zu einem starken Hirnödem und zum Tod durch Herz- und Atemstillstand.
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