Diagnose: Mauser

Wenn unsere quirligen, flinken und putzigen Stubenflieger in die MAUSER kommen, werden aus ihnen ganz schnell schräge Vögel. Sie sind launisch und sehen ziemlich gerupft aus.
Aber das ist ganz natürlich. Alte abgenutzte Federn fallen aus, neue wachsen nach. An der Stelle, wo die alte Feder ausfällt, wächst die neue nach. So lange die Feder aus der Haut herauswächst, ist sie von einer fast durchsichtigen Hülle umgeben (Kiel). Es schützt die Feder, versorgt sie mit Nährstoffen und fällt ab, wenn die Feder ganz ausgewachsen ist.
Während der Mauser brauchen die Vögel energiereiches Futter - einen Hirsekolben extra, Vogelmiere, Melone oder Salatgurke (enthält viele Mineralsalze für die natürliche Federbildung).
Viele Vögel sind in dieser Zeit wenig aktiv, plustern sich und putzen ihr Gefieder rund um die Uhr. Wenn man ihnen jetzt frisches Badewasser bieten kann, unterstützt man die Gesellen am besten, denn nasse Federn lassen sich besser sortieren und von den Kielen befreien.

Aber generell gilt: Während der Mauser darf man die Haut nicht sehen. Fallen zu viele Federn auf einmal aus, wachsen die Neuen nicht richtig nach oder wirken stumpf. Dann bitte mit dem Vogel zum Tierarzt gehen. Es könnte eine Viruserkrankung sein, ausgelöst durch die Polyoma-Viren - genannt Französische Mauser.

Der umgangssprachliche Begriff Französische Mauser (auch „Renner“ oder „Hopser“) ist keine Krankheit, sondern ein klinisches Symptom. Er wird bei Vögeln verwendet, die plötzlich und meist symmetrisch ihre Flügel- und Schwanzfedern verlieren. Das Phänomen tritt vor allem bei jungen Wellensittichen im Alter von 4 bis 7 Wochen auf. In den betroffenen Arealen wachsen zur nächsten Mauser keine oder nur deformierte Federn nach.
Ausgelöst wird die Französische Mauser durch Polyoma- (Nestlingskrankheit der Wellensittiche) oder Circovirusinfektionen (Psittacine Beak and Feather Disease, PBFD). Darüber hinaus können Mangelernährung, gegenseitiges Rupfen oder Entzündungen der Federbälge ähnliche Erscheinungen hervorrufen.

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