Der Hamster - klein aber OHO

Ein Blick in ihre kleinen Kulleraugen genügt häufig schon, um Hamsterfan zu werden. Kein Wunder, dass sie zu den beliebtesten Haustieren zählen. Aber Achtung: Auch wenn sie noch so niedlich aussehen – Hamster sind keine Kuscheltiere und haben höhere Ansprüche als der Laie bei einem so kleinen Tier zunächst vermutet! Nicht zuletzt deshalb ist die Haltung dieser Gefährten häufig wenig artgerecht. Ein Fakt, der nicht selten auch auf falsche Beratung zurück zu führen ist. Denn der klassische kleine Hamsterkäfig mit einem Plastikhäuschen und einem Zentimeter Einstreu führt zu regelrechten Verhaltensstörungen bei diesen Tieren bis hin zur Bissigkeit. Es ist also dringend ratsam sich über die Haltungsbedingungen schon im Vorfeld genau zu informieren, um möglichst viel Freude an seinem Mitbewohner zu haben.


Was jeder grundsätzlich vor der Anschaffung wissen sollte
Hamster sind nachtaktiv. Das heißt sie verschlafen den größten Teil des Tages und beginnen erst am Abend und in der Nacht aktiv zu werden, herum zu tollen, Futter zu suchen etc. Dies kann teilweise erst um 22.00 Uhr der Fall sein. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass seine Anwesenheit an manchen Tagen lediglich an den nächtlichen Hinterlassenschaften bemerkt wird. Dies ist jedoch grundsätzlich ein gutes Zeichen, denn ein Hamster, der sich an seine natürlichen Zeiten hält, fühlt sich in seinem Umfeld meist wohl. Wer seinen Hamster dann tagsüber aus dem Schlaf reißt, der wird einen recht übel gelaunten Hamster vorfinden. Dies dürfte wohl nachvollziehbar sein – auch die meisten Menschen wären wenig begeistert, wenn sie mitten in der Nacht recht unliebsam aus dem Bett geschmissen würden. Wer also Spaß an dem Tier haben möchte, der sollte einkalkulieren, dass er es wohl hauptsächlich zu später Stunde zu Gesicht bekommen wird. Ein Fakt, der einige Besonderheiten nach sich zieht und grundsätzlich für jede Hamsterart gilt. Von diesen gibt es nämlich einige. Wobei zwischen Großhamstern, die nicht als Heimtiere gehalten werden, Mittelhamstern, wie dem Goldhamster, und Zwerghamstern unterschieden wird. Jede Hamsterart findet ihre Ursprünge in unterschiedlichen Lebensräumen und stellt deshalb auch unterschiedliche Anforderungen an die Haltung, über die sich der Besitzer unbedingt informieren sollte.
Besonders beliebt ist hierzulande der Goldhamster. Genauso wie der Zwerghamster ist er absoluter Einzelgänger. Die Gegenwart von Artgenossen empfindet er nicht nur als Stress, er wird sein Revier auch verteidigen. Deshalb sollte er unbedingt alleine gehalten werden.
Goldhamster gibt es inzwischen in den verschiedensten Farben und Fellstrukturen, wie den langhaarigen Teddyhamster. Ihm wird nachgesagt, dass er über ein besonders freundliches Wesen verfügt. In der Regel werden Hamster zwischen zwei und vier Jahre alt. Natürlich sind ganz maßgeblich dafür auch die Haltungsbedingungen.
Goldhamster werden 15-19 cm lang und wiegen zwischen 80-160 g. Hamster sehen eher schlecht, hören und riechen dafür jedoch sehr gut. Zu seiner Orientierung vor allem bei Dunkelheit nutzt er seine Schnurrhaare.
Anders als wild lebende Hamster halten sie in der Heimtierhaltung eigentlich keinen Winterschlaf. Es kommt allerdings vor, dass dies trotzdem passiert und Besitzer einen tief schlafenden Hamster vorfinden. Vor allem im Frühjahr fällt dies auf, wenn die Raumtemperatur zum Beispiel durch vermehrtes Lüften abfällt. Der Hamster hält dies möglicherweise für einen Wintereinbruch und legt sich in den winterlichen Tiefschlaf. In solchen Fällen sollte der kleine Nager nur ganz sanft geweckt werden, indem er vorsichtig auf die wärmende Hand genommen und sanft gestreichelt wird, um den Kreislauf anzuregen.
Streicheln und Kuscheln ist ansonsten allerdings etwas, das Hamstern nicht sonderlich liegt. Sie lassen sich zwar meist auf die Hand nehmen, mögen werden sie es aber wohl nie. Bedenkt man die Größenunterschiede Mensch-Hamster, so lässt sich leicht erraten warum er dieses Prozedere trotzdem über sich ergehen lässt. Wenn es ihm aber zu bunt wird, holt er seine einzige Waffe heraus: seine Zähne. Und das kann für den Halter durchaus schmerzhaft enden. Es ist also aus Sicht beider Parteien durchaus sinnvoll, dass sich der Mensch im Vorfeld darüber im Klaren ist, wen er sich da ins Haus holt. 

Die Unterbringung
Grundsätzlich lässt sich sagen: Wer seinen Hamster in einem immer noch käuflich zu erwerbenden Winzigkäfig hält, hat sein Tier nicht artgerecht untergebracht. Die angebotenen Standardkäfige sind viel zu klein, um das Bewegungsbedürfnis der Tiere zu befriedigen. Verhaltensstörungen und Bissigkeit sind meist die Folge. Der Hamster braucht Platz für verschiedene Höhlen und Futtersammelstellen, für ein Sandbad und zumindest einen Teilbereich mit 30-40 cm hoher Einstreu zum Buddeln. Handelsübliche Gitterkäfige können an diesen Stellen übrigens mit Plexiglas versehen werden. Der Käfig sollte das Minimum von 100x50 cm Größe erfüllen und 40 cm hoch sein. In dieser Größenordnung gibt es im Fachhandel bezahlbare Käfige und Aquarien. Hamsterexperten empfehlen allerdings eine Größe von etwa einem Quadratmeter mit zusätzlich eingebauten Etagen. Am Käfig sollten Sie in keinem Fall sparen, denn sowohl die richtige Beschichtung der Gitter als auch die Beschaffenheit von Deckeln und Türen kann sehr wichtig sein. Manche Hamster sind nämlich wahre Ausbruchskünstler. Und letztlich bringt nur ein glückliches Tier auch dem Besitzer Spaß.
Dem Hamster sollten in seinem Gehege im Idealfall zwei Häuser mit mehreren Kammern zur Verfügung stehen sowie Futter- und Wasserstellen. Beliebt sind auch Buddelkisten mit verschiedener Einstreu. Wurzeln und Zweige können als Aufgänge zu verschiedenen Etagen genutzt werden, genauso wie lange Pappröhren zum Verstecken. Viel diskutiert ist immer wieder das Laufrad. Es gibt jedoch zahlreiche erfahrene Hamsterhalter, die ein solches in einem Hamsterkäfig als Muss ansehen, so lange der Käfig unter 2 qm groß ist. Hier kann der Hamster sein Laufbedürfnis befriedigen und Stress abbauen. Die Beschaffenheit eines solchen Rades ist jedoch sehr wichtig, denn viele Laufräder sind zu klein und sorgen schnell für gesundheitliche Probleme bei den Tieren. Der Durchmesser sollte deshalb nicht unter 30 cm sein. Das Laufrad sollte an der Käfigseite komplett geschlossen sein genauso wie die Lauffläche, damit sich der Hamster nicht verletzen kann. 
Auch der Standort der Hamsterunterkunft sollte wohl durchdacht sein. Ein tagsüber ruhiger, mittelheller Standort, an dem es nicht zieht ist ideal. Pralle Sonne ist für ihn genauso schädlich wie ständiger Trubel während seiner Schlafphasen.

Nahrung
Die Nahrung des Hamsters sollte aus verschiedenen Varianten bestehen. Zum einen benötigt er ein reguläres Trockenfutter mit vielen Sämereien, ca. 2 TL oder 1 EL pro Tag. Davon sollte er sich auch ruhig etwas bunkern können, denn mit einer Notfallration fühlen sich die meisten Hamster einfach sicherer. Das Futter wird er in seinen großen Hamsterbacken verstauen und an eine sichere Stelle bringen. Frisst er die Körner also komplett weg, so geben sie etwas mehr. 30 bis 40% seiner Nahrung sollten zusätzlich aus Saft- und Grünfutter, wie Gräsern, Löwenzahn, Gurke, Möhre oder Paprika bestehen. Achten sie jedoch darauf, dass er dieses nicht versteckt, denn es schimmelt zu schnell. Die Frischfutter-Rationen sollten also so angemessen sein, dass er sie auch komplett auffrisst. Dazu sollte ihm außerdem Heu angeboten werden. Dieses deckt seinen Rohfaserbedarf. Gleichzeitig polstern die Hamster damit gerne ihre Schlafstätten aus oder rollen sich gemütlich schlafend in einem Heuhaufen. Für seine Ernährung gibt es jedoch einen weiteren wichtigen Punkt zu beachten, denn: der Hamster ist kein Vegetarier.
Für seine Gesundheit benötigt er tierisches Eiweiß. Dies ist z.B. in Mehlwürmern oder Heimchen enthalten. Letztere sollten allerdings nur in einem Aquarium gefüttert werden. Aus einem Käfig würden sie wohl in die Wohnung flüchten. Davon haben dann weder der Hamster noch der Halter etwas. Wer Lebendfutter weniger gerne verwendet, der kann auch getrocknete Bachflohkrebse oder Garnelen füttern. Hamsterbesitzer lassen sich hier am besten in einem guten Zoofachhandel beraten. Dazu sollte es natürlich eine Wasserstelle geben, an der immer Frischwasser angeboten wird.

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