Was ist eine Erkrankung der unteren Harnwege bei Katzen (FUS/FLUTD)?
FUS/FLUTD umfasst eine Reihe verschiedener Erkrankungen, von denen viele zu einer Entzündung der unteren Harnwege führen. Katzen, die von diesen Erkrankungen betroffen sind, weisen häufig Symptome auf, die der einer Blasenentzündung des Menschen ähneln. Bei manchen Katzen kommt es in den unteren Harnwegen zur Bildung von Kristallen, die den Harnabfluss vollständig blockieren können. Dieser Zustand ist häufiger beim Kater anzutreffen, da die männliche Harnröhre (die den Urin aus der Blase nach außen leitet) viel enger ist als beim weiblichen Tier. Wird ein vollständiger Harnröhrenverschluss nicht umgehend behandelt, können irreversible Schäden an den Nieren auftreten.
Für die Entstehung der FUS/FLUTD kommen mehrere auslösende Faktoren in Frage; aus diesem Grund müssen diagnostische Untersuchungen durchgeführt werden.
Die Symptome einer Erkrankung der unteren Harnwege richtig erkennen Wichtige Risikofaktoren, die zur Entstehung beitragen können: |
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Ernährung - Große Mengen bestimmter Mineralstoffe im Futter erhöhen das Risiko einer Bildung von Kristallen im Urin. Magnesium und Phosphor sind Bausteine des häufigsten Kristalls, das als Struvit bezeichnet wird. Demzufolge ist es wichtig, die im Futter enthaltenen Mengen dieser Mineralstoffe so gering wie möglich zu halten. Das Futter, das an die Katze verfüttert wird, hat ebenfalls einen Einfluss auf den pH-Wert des Urins. Struvitkristalle bilden sich in alkalischem Urin, wohingegen andere Kristallarten wie Calciumoxalate in Verbindung mit einem sauren pH-Wert des Urins auftreten. Daher ist es von außerordentlich großer Bedeutung, ein adäquates Futter anzubieten, das durch kontrollierte Mineralstoffgehalte und Einhaltung des korrekten Urin pH-Wertes die Bildung von Kristallen zu verhindern vermag, |
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Verhalten - Übergewicht, dem sowohl ernährungs- als auch umweltbedingte Ursachen zu Grunde liegen, können Katzen anfälliger für Erkrankungen der unteren Harnwege machen. |
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Geschlecht - Obwohl beide Geschlechter für das Auftreten von FUS/FLUTD-Syimptor-nen gleichermaßen anfällig sind, ist der Harnröhrenverschluss bei kastrierten Katern aufgrund einer Pfropfenbildung häufiger anzutreffen. |
Erkrankungen der unteren Harnwege können für Katzen sehr unangenehm - und tritt ein vollständiger Harnröhrenverschluss auf - sogar lebensbedrohlich sein. Das macht es um so wichtiger, die typischen Anzeichen richtig zu erkennen. Gelegentlich können sogar geringfügige Abweichungen vom normalen Verhalten der Katze Anzeichen eines schwerwiegenden Problems sein. Achten Sie sorgfältig auf erste Anzeichen einer Erkrankung der unteren Harnwege und setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Tierarzt in Verbindung, falls Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken
| Anzeichen einer Erkrankung der unteren Harnwege (FUS/FLUTD) |
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Veränderte Harnabsatz Gewohnheiten, Blutbeimengungen im Urin, ungewöhnliche Farbe des Urins übermäßiges Drängen beim Harnabsatz, oder häufiges Tröpfeln kleinster Urinmengen (wenig und häufig). |
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Verhaltensänderungen wie Unruhe, Apathie, Verkriechen oder Verweigerung der Nahrungsaufnahme. |
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Veränderungen im Urinabsatzverhalten selbst, z.B. plötzliches Urinieren in geschlossenen Räumen oder an ungewöhnhchen Stellen. |
Vorsicht
Kater, die kein normales Harnabsatzverhalten zeigen, bedürfen umgehend tierärztlicher Hilfe, da möglicherweise ein Harnröhrenverschluss vorliegt.
Diagnose von Erkrankungen der unteren Harnwege
Da für die Entstehung von Erkrankungen der unteren Harnwege verschiedene Ursachen in Frage kommen, wird Ihr Tierarzt einige Untersuchungen, wie z.B. die Messung des pH-Wertes im Urin, durchführen. Obwohl ihr Tierarzt Ihrer Katze eine Urinprobe entnehmen kann, wäre es hilfreich, wenn Sie selber eine frische Urinprobe mit in die Praxis bringen könnten. In manchen Fällen wird man die Urinprobe für eine umfangreiche Analyse ins Labor schicken, wo dann eine mikroskopische Untersuchung auf das Vorliegen kleinster Kristalle erfolgt. Harnkristalle können durch geeignete Katzenfutter erfolgreich behandelt werden: die genaue Behandlung richtet sich jedoch nach der Art der gefundenen Kristalle. Sollte ein Tier auf eine eingeleitete Behandlung nicht ansprechen, müssen weiterführende Untersuchungen (z.B. Röntgenaufnahmen) hinzugezogen werden, um die Ursache der Erkrankung eindeutig ermitteln zu können.
| Check-Liste für den Tierbesitzer |
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Ernährung - Geben Sie Ihrer Katze ausschließlich das von Ihrem Tierarzt empfohlene Futter |
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Füttern Sie Ihrer Katze keine Leckerbissen, Essensreste oder Vitaminpraparate Sorgen Sie daher immer dafür, dass frisches und sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht. Fördern Sie, wann immer möglich, die körperliche Aktivität Ihrer Katze. |
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Sorgen Sie für eine frische und saubere Katzentoilette |
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Falls Ihre Katze schon einmal von einer Erkrankung der unteren Harnwege betroffen war, sollten Sie zur Vermeidung eines erneuten Auftretens die lebenslange Fütterung eines Produktes einhalten, das die Bildung von Kristallen zu verhindern vermag |