
Grundvoraussetzung für eine wirtschaftliche Schafhaltung ist eine gute
Gesundheit der Tiere. Dies gilt insbesondere auch für das Fundament.
Erkrankungen der Klauen und Gliedmaßen wirken sich
leistungsmindernd aus und können ein frühzeitiges Ausscheiden aus der Herde
zur Folge haben. Eine regelmäßige Kontrolle sowie eine bedarfs- und
sachgerechte Pflege der Klauen sind daher zwingend erforderlich.
Die Klauen tragen das ganze Gewicht des Tieres, außerdem stehen sie auf Erde,
Kies, Einstreu etc.. Feuchte Erde und Morast enthalten vielerlei Keime,
welche die Klauen krank machen können.
Ungepflegte Klauen sind eine Brutstätte für Krankheitserreger. Durch
eingedrungene Keime entstehen Entzündungen, Klauenwände und -sohlen können
sich lösen. Die Tiere bekommen Schmerzen und beginnen zu lahmen.
Aber auch gesunde Klauen sollten regelmäßig kontrolliert werden und alle drei
Monate die überstehenden Tragränder zurück geschnitten werden. Die Tragwände
der Klauen wachsen viel schneller nach, als sie auf weichen Böden
abgeschliffen werden. Die Schafe werden dabei entweder auf den Steiß gesetzt
oder die sehr zahmen Milchschafe können auch stehen bleiben und ihre Füße
werden angehoben. Lassen sie sich das von einem erfahrenen Schäfer zeigen.
Halten Sie das Schaf fest, damit Sie weder sich noch das Schaf mit spitzer
Schere oder Messer verletzen. Die großen Teile mit der Schere wegschneiden,
mit einem Klauenmesser fein nachschneiden. Der Übergang von Hornwand und
Sohle, eine weiße Linie, muss nach dem Schneiden sauber sichtbar sein.
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