Gesundheit ist das höchste Gut
Gesundheit ist der Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen
und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das
Nichtvorhandensein von Krankheit und Gebrechen." Diese
Definition der Weltgesundheits-organisation (WHO) gilt auch für
den Hund, wobei für das Wohlbefinden weitgehend der Hundehalter
zuständig ist. Ihm ist der Hund anvertraut, er muss für ihn
denken und handeln.
Die Gesundheit
eines Hundes beruht vor allem auf richtiger Ernährung. Die
richtige Ernährung gehört zu den Pflichten des Hundehalters. Sie
ist im Tierschutzgesetz verankert. In § 2 heißt es nämlich: "Wer
ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
1. muss dem Tier
angemessene Nahrung und Pflege sowie verhaltensgerechte
Unterbringung gewähren
2. darf das
artgemäße Bewegungsbedürfnis eines Tieres nicht dauernd und
nicht so einschränken, dass dem Tier vermeidbare Schmerzen,
Leiden oder Schäden zugefügt werden."
Dieses
Juristendeutsch bedeutet nicht nur, dass es strafbar ist, seinem
Hund nicht genug zu fressen zu geben und ihn an der Kette
verwahrlosen zu lassen, es ist genauso unverantwortlich, ihn zu
übe-rfüttern, ihm Essensreste von Herrchens Tisch oder schieres
Fleisch zu servieren und ihn nur einmal kurz vor die Tür zu
lassen. Denn ein Hund muss artgemäß, das heißt wie ein Hund,
ernährt und gehalten werden.
Das Ernährungsproblem in der
Mensch-Hund-Beziehung
Mensch und Hund
sind Partner auf Gegenseitigkeit geworden, mit vielen
gemeinsamen Erlebnissen. Dadurch sieht der Hund seinen Menschen
als eine Art Hund an, der Mensch seinen Hund als eine Art
Kamerad. Diese zivilisatorisch bedingten Identitätsverschiebung
führt zwangsläufig zu Fehlern in der Ernährung, für die wir
Menschen verantwortlich sind.
Der Hund hat aus
seiner Raubtiervergangenheit viele Fressgewoh-nheiten und
-bedürfnisse beibehalten, die für Gesunderhaltung wichtig, ja
sogar lebensnotwendig sind. Das heißt, ein Hundehalter muss die
Ernährungsgewohnheiten seines Hundes kennen, um alle jene
Ernährungsfehler zu vermeiden, die man bei diesem Tier machen
kann
| Was ist eigentlich ein Hund? |
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Zoologisch-naturwissenschaftlich:
ein Angehöriger der Familie Canidae (= die Hundeartigen), zu
denen auch Füchse, Wölfe, Schakale und Wildhunde gehören. |
 |
Soziologisch:
ein eigenständiges Lebewesen, das sowohl den uralten
Naturgesetzen der Beutetierfresser unterworfen ist als sich auch
dem Menschen so angepasst hat wie sonst kein anderes Tier. |
 |
Als
Haustier: Irgendwann vor etwa 10000 Jahren haben sich
Wolfsartige den Menschen ange-schlossen und sind zu Haustieren
geworden. |
Der Hund, das
nicht mehr unbekannte Wesen
In den letzten 30
Jahren haben wir mehr über den Hund gelernt, als die Menschen in
den Jahr-hunderten vor uns. Die Wissenschaft hat sich besonders
intensiv mit der Geschichte des Hundes be-fasst, mit der Deutung
seines Verhaltens, mit der Zucht der Rassen und vor allem mit
seiner Ernährung.
Im Laufe der
Jahre sind viele neue Erfahrungen in der Hundeernährung
hinzugewonnen worden. In dieser Zeit wurden etliche
Ernährungsmethoden und -tipps, die man eigentlich für den Hund
als optimal ansah, als Fehler entlarvt. Eine konsequent
forschende Wissenschaft kann heute genau sagen, was für einen
Hund gesund ist und was ihn krank macht. Und die Erkenntnisse
dieser Forschungen fließen bei Fertignahrung wie zum Beispiel
Cesar, Pedigree PAL, Eukanuba, Royal Canin u.a. voll mit ein.
Das bisschen Wolf
im Hund
Unser Hund, ob
Dackel oder Schäferhund oder Dogge oder andere Rasse, hat seinen
Ursprung im Wolf. Ihn lediglich als Fleischfresser zu
beschreiben, wäre schlichtweg falsch. Einfach deshalb, weil er
seine Beutetiere von der Maus über den Hühnervogel bis zum
Hirsch mitsamt Haut, Federn und Haar, mitsamt ihrem Blut, ihrem
Magen- und Darminhalt fraß und sich auf diese Weise mit allen
lebensnotwendigen Nährstoffen versorgte. Er fraß schnell und in
großen Brocken, um diese an einem ruhigen Plätzchen wieder
herauszuwürgen und in aller Ruhe zerkleinern und verzehren zu
können.
Das bisschen Mensch im Hund
Durch das enge
Zusammenleben hat sich der Hund über die Jahrtausende hinweg ein
wenig anpassen müssen, zumal er in der Praxis häufig mit dem
gefüttert wird, was auch wir essen. Doch nicht alles, was uns
schmeckt, ist für ihn gesund. Der Hund hat in diesem Fall auch
keinen hundertprozentig sicheren Instinkt, der ihn vor
Ungesundem zurückschrecken lässt. Für seine gesunde
Ernährung sind allein wir verantwortlich. denn ein Familienhund
ist heute den gleichen Risiken ausgesetzt wie die Menschen Das
heißt:
 |
Jeder
dritte ist zu dick |
 |
Jeder
dritte isst das Falsche |
Was ist richtige
Hundeernährung?
Mit der Nahrung
nimmt der Hund die Nährstoffe auf, die er benötigt, um zu leben.
Wann immer er läuft, wedelt, springt, geht, bellt, verbraucht er
Energie. Und die steckt in den chemischen Bausteinen der
Nahrungsmittel. Kohlenhydrate und vor allem Fett stellen die
Energiequellen dar, die der Körper braucht, damit...
 |
die
Körpertemperatur ständig 38,5 Grad beträgt |
 |
das
Nervensystem funktioniert |
 |
den
Muskeln Energie zur Bewegung bereitsteht |
 |
das
Wachstum bei jungen Tieren gewährleistet ist |
Eiweiß (Protein)
ist ein unbedingt erforderlicher Nährstoff, da es Aminosäuren
bereitstellt, die neben vielen weiteren Aufgaben für das
Wachstum und die Neubildung von Körpergewebe verantwortlich
sind. Eiweiß kann darüber hinaus auch als Energiequelle dienen.
Die
Energieumwandlung erfolgt durch einen Verbrennungsprozess. Die
Maßeinheit für den Brennwert ist das Kilojoule, dass die
Kilokalorie abgelöst hat. Von den Nahrungsgrundstoffen hat das
Fett den höchsten Brennwert. Mit 39 Kilojoule pro Gramm nährt es
mehr als doppelt so gut wie Kohlenhydrate.
So wie beim
Menschen gilt auch beim Hund: Überschüssige Energie wird nicht
in Form von Wärme abgegeben, sondern in Fett umgewandelt und
gespeichert. Früher konnte man damit für schlechte Zeiten
vorsorgen. In den Wohlstandsgesellschaften sind diese schlechten
Zeiten selten geworden. Für uns und für die Hunde gilt hier: Wer
zu viel isst, wird dick, und wer falsch isst, wird krank. Es
kommt dabei nicht nur auf die richtige Menge der Grundnährstoffe
an, sie müssen auch im richtigen Verhältnis zueinander stehen.
Was sonst noch dazu gehört
Neben den
Grundnährstoffen Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate braucht der Hund
Mineralstoffe, Spurenelemente Vitamine, Ballaststoffe und
Wasser.
Das Wasser:
Ohne Wasser gibt
es kein Leben. Wasser ist die Grundlage aller Ernährung. Ein
Hund ohne Wasser bleibt nur wenige Tage am Leben, der Hungertod
tritt dagegen erst nach Verlust von einem Viertel bis zur Hälfte
des Körpergewichts auf. Frisches, sauberes Wasser sollte für den
Hund immer bereitstehen und nicht nur bei Bedarf hingestellt
werden.. Dass man Hunde mit ständig bereitstehendem Wasser zu
Säufern erzieht, ist ein Irrtum. Ein Hund muss soviel Wasser
aufnehmen können, wie er benötigt.
Mineralstoffe:
Die Gesundheit
des Hundes steht und fällt mit dem Mineralstoffgehalt seiner
Nahrung. Das Natrium als Bestandteil des Kochsalzes zum
Beispiel sorgt für einen ausgewogenen Flüssigkeitshaushalt des
Körpers. Es ist in der Nahrung ausreichend vorhanden. Angst vor
Mangelerscheinungen braucht man daher nicht zu haben. Kalzium
ist vor allem bei der Knochenbildung, aber auch bei der
Blutgerinnung von Bedeutung und für den Transport von
Nervenimpulsen unerlässlich. Phosphor ist an fast allen
Funktionen des Stoffwechsels beteiligt. Für die: Bedarfsdeckung
mit Kalzium und Phosphor ist nicht nur die Menge, sondern das,
Verhältnis dieser Mineralstoffe zueinander von großer Bedeutung.
Die optimale Relation liegt zwischen 1,2:1 und 1,5: 1. Im
Fleisch ist weit weniger Kalzium als Phosphor enthalten, und die
Verfütterung von reinem Fleisch führt infolgedessen zu Störungen
bei der Knochen- und Zahnbildung. Magnesium braucht der
Hund für eine gesunde Nerven- und Muskelfunktion.
Neben diesen als
Baustoffe des Körpers benötigten Mineralien gibt es noch andere,
die in kleinsten Mengen als Spurenelemente gebraucht werden:
Zink und Jod für die Fellbildung, Mangan, Kupfer
und Eisen für eine ausreichende Blutbildung. Wie bei den
anderen Nährstoffen, die der Hund benötigt, braucht sich der
Hundehalter keine Sorgen um die ausreichende Versorgung mit
Mineralstoffen zu machen, wenn er seinen Hund mit Fertignahrung
ernährt, in der alle notwendigen Nährstoffe in benötigter Menge
vorhanden sind.
Vitamine die
Schlüssel zur Gesundheit
Natürlich sind
die Wirkstoffe, die den Stoffwechsel im Körper regulieren,
lebens notwendig. Nur: Zuviel kann sich ebenso schädlich
auswirken wie zu wenig. Deshalb empfiehlt sich auch hier
Fertignahrung als Alleinfutter.
In ihr sind alle
Vitamine in optimaler, genau dosierter Menge enthalten. Die für
den Hund wichtigen Vitamine unterscheidet man in fettlösliche
und wasserlösliche.
Fettlösliche
Vitamine:
1. Vitamin A:
Es hält Haut und Schleimhäute gesund, schützt vor Infektionen
und ist wichtig für das Wachstum, die Fruchtbarkeit und das
Sehvermögen.
2. Vitamin D:
Es ist für den Knochenaufbau und die Gesunderhaltung des
Skeletts unentbehrlich. Fehlt es in der Nahrung, kann es beim
wachsenden Hund zu Knochenverformungen und beim ausgewachsenen
zu einer Knochenschwäche kommen.
3. Vitamin E:
hat vielerlei schützende Funktionen im Körper, sorgt für
Fruchtbarkeit und normale Trächtigkeit.
4. Vitamin K:
Notwendig für eine normale Blutgerinnung bei Verletzungen. Es
wird im Darm des Hundes von Mikroorganisme:n ausreichend
produziert.
Wasserlösliche
Vitamine:
Die Vitamine
der B-Gruppe. Thiamin (B1): Spielt im
Kohlenhydratstoffwechsel eine entscheidende Rolle und ist
wichtig für die Funktion des Nervensystems. Riboflavin (B2):
Steuert den Fett- und Eiweißstoffwechsel und sorgt für normales
Wachstum. Niacin: Hat ebenfalls vielfältige Aufgaben im
Stoffwechsel. Pyridoxin (B6): Ist beteiligt am Glucose-
und Eiweißstoffwechsel sowie an der Blutbildung. Biotin :
Ist beim Fettabbau beteiligt. Ein Mangel führt zu Hautveränderungen und sogar Haarausfall und ist ein sicheres
Zeichen für eine Erkrankung des Tieres, denn beim gesunden Hund
wird Biotin wie auch Ascorbinsäure (Vitamin C) durch den
Hund selbst in ausreichender Menge gebildet.
Vitamine und
die Hausmacherkost
Beim Kochen am
häuslichen Herd wird oft eine Vielzahl von Vitaminen zerstört.
Opfer sind vor allem die fettlöslichen Vitamine A und E sowie
die wasserlöslichen Vitamine B, und Biotin. Deshalb und auch
weil er den Vitamingehalt der Zutaten gar nicht kennt, ist es
für den Hundehalter nahezu unmöglich, eine Mahlzeit zu bereiten,
die alle notwendigen Bedürfnisse abdeckt. Und: Eine Ergänzung
des Selbst gemachten mit Vitaminpräparaten ist wegen der Gefahr
von Unter- oder Überdosierungen bedenklich.
Unverzichtbar:
die Ballaststoffe
Ballaststoffe,
auch Rohfasern genannt, sind unverdaulich, aber keinesfalls
wertlos. Geringe Mengen in der Nahrung regulieren die
Darmtätigkeit, fördern damit die gesunde Verdauung und helfen,
die übrige Nahrung besser auszunutzen. Auch hier kommt es wieder
auf die richtige Dosierung an: Ein Rohfasergehalt von etwa 5
Prozent auf Futtertrockensubstanz verbessert die Kotkonsistenz
.geformter fester Kot. Weniger Rohfaser kann zu breiigen,
ungeformten Ausscheidungen führen
Die häufigsten Fehler in der Hundeernährung
Wodurch sie
entstehen können, das wollen wir im einzelnen erklären, und
dabei auch die häufigsten Fehler beim Namen nennen, die im
Zusammenleben Hund-Mensch gemacht werden.
1. Teilhaben
an Herrchens Tisch
Zweifellos lieben
die Hunde der Menschen vieles, was nach menschlicher Nahrung
riecht. Und im Kontakt zwischen Mensch und Hund haben die
Tischreste von Urbeginn an eine wichtige bindende Rolle
gespielt. Das lässt sich nicht von einem Jahrhundert zum anderen
vergessen, zumal die Leckereien vom Tisch gleichzeitig auch
Belohnungen waren.
Leider sind diese
Häppchen alles andere als gesunde Hundenahrung. Sie enthalten z.
B. zu wenig Eiweiß und zu viel Kohlenhydrate und Fett, und sie
sind schwer zu kalkulieren, was ihren Nährwert betrifft.
Von einer
Fehlernährung abgesehen, wird der Hund am Tisch des Menschen
recht schnell zu dick.
2. Die Sache
mit dem Fleischfresser
"Mein Hund
bekommt das Beste, was ich für ihn kaufen kann: Fleisch, schöne
Innereien und ab und zu einen Knochen!" Diese Meinung ist noch
immer verbreitet, und täglich pilgern Tausende von Hundehaltern
deswegen zum Metzger.
Viele Hunde
fressen zwar gerne Fleisch, doch damit sind ihre
Ernährungsanforderungen keineswegs gedeckt. Ein Hund ist
zoologisch gesehen ein Raubtier, ein Beutetierfresser. Sein wild
lebender Urahn hat seine Beute mit Haut und Haaren, Knochen.
Innereien und dem meist pflanzlichen Magen- und Darminhalt
vertilgt und sich damit all die Nährstoffe besorgt, die er zum
Leben brauchte. Reine Fleischnahrung beim Hund ist Fehlernährung
und führt z.B. zu nicht wieder gutzumachenden
Skeletterkrankungen.
3. Wann kocht
sich schon ein Wolf sein Futter?
Die
Rohfleischverfütterer argumentieren mit der Natürlichkeit (in
der Natur wird auch nicht gekocht) und befinden sich trotz aller
alternativen Modernität hoffnungslos im Abseits. Nicht "dass
rohes Fleisch einen Hund besonders scharf macht" (diesen
Aberglauben gibt es immer noch !) es kann ihn schlicht krank
machen und kann ihn sogar töten. Rohes Schweinefleisch kann z.
B. Viren enthalten, die die absolut tödliche Aujeszkysche
Krankheit verursachen, gegen die noch kein Medikament gefunden
worden ist. Auch die wieder stärker auftretenden Salmonellen
lassen sich nur durch Kochen unschädlich machen.
4. Der Hund
und der Knochen
Der Knochen als
Symbol für die Mensch-Hund-Beziehung ist uns durch Konrad Lorenz
"So kam der Mensch auf den Hund" so richtig bewusst geworden.
Wir haben die Hundevorfahren durch Knochengaben an unsere
Lagerfeuer gelockt.
Heute wissen wir,
dass wir mit Knochen dem Hund keinen Gefallen tun. Ein Knochen
gehört nicht in den Hundemagen, weil selbst seine starken
Verdauungssäfte nicht ausreichen, große Knochen aufzulösen. Der
Kot von Knochenfressern ist hart, weiß und trocken und dadurch
schwer abzusetzen. Und spitzbrechende Knochen können gefährliche
Verletzungen hervorrufen.
Zudem: An Knochen
kann sich der Hund schon mal die Zähne ausbeißen. Am besten gibt
man ihm Kauknochen aus kräftiger Büffelhaut, die auch noch die
Zähne putzen. Und: Als Mineralstoffquelle ist Fertignahrung
wertvoller als ein Knochen.
5. Ein Hund
muss was zwischen die Zähne bekommen
Noch einmal
"Vorstellung Wolf aus menschlicher Sicht: Große Fleischbrocken
gehören dazu, die von der Beute gerissen und ohne Kauen
geschluckt werden. Der Hund setzt bei schrägliegendem Kopf seine
Reißzähne ein. Nun findet ein normaler Hund in einer normalen
Wohnung gar nicht den Platz, sich große Fleischstücke durch
Beißen und Zerlegen mundgerecht zu machen, und bei seinem
Menschen kaum das Verständnis für den zweiten Teil des Rituals:
das Ganze nochmals herauszuwürgen und zum zweiten Mal zu
fressen. Laut Hunde-Ernährungsspezialist Professor Helmut Meyer
frisst der Hund lieber gut zerkleinerte Nahrung als grobe
Brocken, und das bekommt ihm auch viel besser.
6. Ein Hund
weiß schon, was gut für ihn ist
Ein Hund weiß
zwar, was ihm am besten schmeckt, aber durch das enge
Zusammenleben mit uns hat er den Instinkt dafür verloren, was
für ihn bekömmlich, was für ihn gesund ist. Aus Liebe und
Nachahmungstrieb frisst er alles, was auch wir gerne essen, und
das ist nicht unbedingt gesund.
Gerade die
Süßigkeiten, die Pralinen und andere kleine Leckerbissen haben
verheerende Folgen auf die Ernährungsbilanz, und so ist jeder
dritte Hund übergewichtig, und jeder fünfte leidet an
Unterfunktion der Nebennierenrinde. Dicke Hunde zeigen eine
starke Anfälligkeit für Infektionen, Allergien, Hautkrankheiten,
Stoffwechselstörungen und Diabetes. Und es ist oft nur mit
geeigneter Diät möglich, den dicken Hund wieder normalgewichtig
zu machen.
Was heißt Welpenfütterung?
Man kann die
Welpen sehr früh an die Schüssel gewöhnen, das kann schon zu
Beginn der dritten Lebenswoche sein. Unterteller mit kleinen
Portionen bestreichen und die Welpen daran lecken
lassen. So lernt der junge Hund allmählich, die Zunge zum
Lecken zu gebrauchen. Die Menge nur langsam vergrößern.
Werden die Hundebabys nach dem Säugen unruhig und jammern,
dann sollte man sie zusätzlich füttern. Für die Aufzucht
eignen sich am besten Premiumtierfuttermittel z.B. der
Marken Royal Canin, Eukanuba oder Hill`s.
Wichtige
Regeln:
1. Frühzeitig
mit der Zufütterung vollwertiger Nahrung beginnen.
2. Mit
winzigen Mengen anfangen, damit das empfindliche
Verdauungssystem des Welpen Zeit hat, sich langsam von der
Milch auf andere Nahrung umzustellen.
3. Ist der
Welpe von der Mutter abgesetzt, verringert man die Anzahl
der Portionen von sechs am Tag auf fünf, später auf vier und
drei. Der Übergang zu den in der Zahl reduzierten, aber in
der Menge vergrößerten Portionen sollte fließend erfolgen.
4. Zur
richtigen Nahrung gehört stets ausreichend frisches Wasser.
Wie oft und
wann füttert man jungen Hunden?
|
Zeitraum |
Anzahl der
Fütterungen |
erste
Fütterung |
letzte
Fütterung |
|
2.
Lebensmonat |
5 bis 6 |
7 Uhr |
19 Uhr |
|
3.
Lebensmonat |
3 bis 4 |
7 Uhr |
19 Uhr |
|
4./5.
Lebensmonat |
2 bis 3 |
8 Uhr |
18 Uhr |
|
6./7.
Lebensmonat |
2 |
9 Uhr |
17 Uhr |
|
8.-12.
Lebensmonat |
2 |
9 Uhr |
15 Uhr |
|
ab 12.
Lebensmonat |
1 bis 2 |
13 Uhr |
18 Uhr |
Premiumfuttermittelhersteller wie Eukanuba und Royal Canin
bieten zudem für Ihr Jungtier entsprechend dem zukünftigen
Endgewicht Ihres Hundes ein entsprechend ausgewogenes
Aufzuchtfutter an. Der Energiegehalt dieser Rezepturen sowie
die Ausstattung mit Calcium und Phosphor ist so perfekt
abgestimmt, dass eine gleichmäßige Entwicklung des Welpen
gewährleistet ist und Nahrungszusätze unnötig sind.
Das Allerletzte oder wenn der Hun d
nicht fressen will
Was nützt die
beste Hundenahrung der Welt, was nützen Anweisungen und
Ratschläge, wenn der Hund eben diese Nahrung verweigert?
| Folgende Gründe
sind möglich: |
 |
Das
kann auf Erziehungsfehlern in der Jugend beruhen, das kann an
uns liegen, die wir doch unkontrolliert Häppchen verfüttern, das
kann eine momentane Laune sein. Ein Fastentag ist angebracht und
dann wieder Rückführung auf die richtige Ernährung. |
 |
Ist
die Appetitlosigkeit von Dauer, mit Durchfall, Erbrechen oder
Verstopfung verbunden, dann müssen Sie zum Tierarzt gehen. |
 |
Weitere
Gründe: Ihr Hund hat zu wenig Bewegung, flotte Spaziergänge
bringen oft auch den Appetit wieder |
 |
Ihr Hund ist auf Freiersfüßen: Liebe kann gewaltig auf den
Appetit schlagen |
 |
Ihr
Hund langweilt sich und fühlt sich als Rudeltier vernachlässigt:
Ein zweiter Hund als Spielgefährte bringt mit Sicherheit den
mangelnden Appetit zurück |
 |
Eines
sollten Sie immer beherzigen: Nie Tischreste, egal ob aus
falscher Liebe oder falscher Sparsamkeit. Der Hund ist
kein Müllschlucker. |
Quelle: Tierhalterinformation Hundeernährung: Effem GmbH 2/93 + 1/96