Reisetipps

Wichtige allgemeine Hinweise
Die einzelnen Reiseländer wollen sich vor der Einschleppung und Weiterverbreitung von Seuchen und Infektionskrankheiten schützen. Deshalb schreiben staatliche Veterinärbehörden den Nachweis von Impfungen und Gesundheitszeugnissen für Hunde und Katzen vor. Die meisten Länder fordern eine Impfung gegen Tollwut. Die Tollwut ist eine Seuche, die in der ganzen Welt verbreitet ist und die eine Gefahr für Hunde und Katzen darstellt. Zu deren Schutz und zugleich zum mittelbaren Schutz des Tierbesitzers ist die Impfung der Haustiere das wirksamste Mittel. In der nachfolgenden Tabelle (Einreisebestimmumgen 2013 - Quelle: Intervet Deutschland) sollten Sie rechtzeitig vor Reiseantritt die veterinärbehördlichen Vorschriften des von Ihnen ausgewählten Reiselandes studieren. Überprüfen Sie den Impfpass Ihres Hundes oder Ihrer Katze auf Gültigkeit und Aktualität der Eintragungen. Da für manche Länder auch ein Gesundheitszeugnis oder eine Bestätigung des Tollwut-Impfschutzes durch eine Blutuntersuchung mit relativ langer Vorlaufzeit (für England, Schweden und Norwegen) erforderlich ist, sollten Sie rechtzeitig Ihren Tierarzt aufsuchen.
Bitte fragen Sie Ihren Tierarzt auch nach weiteren Schutzimpfungen. Neben der Tollwut stellen auch andere Infektionskrankheiten, die in manchen Ländern gehäuft vorkommen, eine Bedrohung dar. Dazu zählen beim Hund Staupe, ansteckende Leberentzündung (HCC), Zwinger-Husten, Parvovirose Leptospirose und Borreliose. Bei Katzen gilt dasselbe für Katzenseuche, Katzenschnupfen und Leukose. Bei allen diesen Infektionskrankheiten ist die regelmäßige Schutzimpfung die beste Vorbeuge.
 

Tipps für die Reise | Reisevorbereitungen
Ein Urlaub mit Hund oder Katze will gut geplant sein. Erfreulich, dass es im In- und Ausland viele tierfreundliche Hotels, Restaurants und Campingplätze gibt, in denen Vierbeiner akzeptiert werden. Es ist jedoch ratsam, sich vorher zu erkundigen, ob Tiere in der Urlaubsunterkunft erwünscht sind. Tierfreundliche Unterkünfte lassen sich beispielsweise bei Casamundo finden.

Lassen Sie Ihr Tier kennzeichnen und registrieren. Durch Speicherung und Kennung mit Angaben zum Tier und Ihrer Anschrift in einem Haustierregister kann das Tier jederzeit identifiziert werden. Zur Kennzeichnung Ihres Tieres steht ein modernes System zur Verfügung: die elektronische Markierung mit Microchips. Der Tierarzt setzt einen winzigen Mikrochip unter die Haut des Tieres. Dieser trägt eine individuelle Kennziffer, die sich mit Hilfe von Lesegeräten in Tierheimen, Tierauffangstationen und Tierarztpraxen beliebig oft ablesen lässt. Das System entspricht dem internationalen Standard, ist in den meisten europäischen Ländern verbreitet und bietet so auch Schutz auf Reisen.

Sind Fahrten mit der Bahn, dem Schiff oder dem Flugzeug geplant, ist es erforderlich, sich vor Reiseantritt über die Beförderungsbedingungen zu informieren. Manche Fluggesellschaften schreiben die Beförderung von Hunden und Katzen in Transportboxen vor. Kleine Hunde und Katzen, meist bis 5 Kilogramm (inklusive wasserdichtem Transportbehältnis), gelten in der Regel als Handgepäck., Größere Hunde werden in einer Transportbox im klimatisierten Frachtraum untergebracht.

Wenn Sie mit der Bahn reisen, muss für größere Hunde eine Fahrkarte gelöst werden (meist je nach Land -  reduzierter Beförderungstarif). Kleinere Tiere die in einer Transporttasche Platz haben, werden umsonst transportiert. Es empfiehlt sich, Leine und Maulkorb mitzuführen.

Reiseausrüstung
Zum Reisegepäck gehören natürlich auch Futter- und Trinknapf. Der Trinknapf sollte zusammen mit einer Flasche Wasser griffbereit verstaut sein. Natürlich dürfen auch Geräte zur Fellpflege und Leine nicht fehlen.

Eine kleine Reiseapotheke sollte auch für den Vierbeiner nicht vergessen werden. Nützlich sind dabei Mittel gegen Durchfall und Parasiten, zur Wundbehandlung, sowie eine Pinzette zum Entfernen von Dornen. Ihr Tierarzt stellt Ihnen das Notwendige gerne zusammen.

Unterwegs
Im Auto sollte Ihr Hund möglichst immer ganz hinten sitzen. getrennt durch ein stabiles Trenngitter oder auf einer speziellen Liegedecke mit Rückhaltesystern. Katzen kann man im angeschnallten Korb auf dem Rücksitz unterbringen. Lassen Sie Ihren Wagen nicht in der prallen Sonne stehen, da Tiere hohe Temperaturen nicht aushalten können. Ein teilweise geöffnetes Fenster bietet im Hochsommer nicht immer eine ausreichende Luftzirkulation. Leinen Sie den Hund im Auto nicht an.

Denken Sie daran, dass Ihr Tier auch einen Sonnenstich oder Sonnenbrand bekommen kann. Suchen Sie deshalb schattige Plätze auf. Planen Sie blasengerechte Etappenstops ein auch bei Fahrten mit der Bahn.

Vor und nach einer Fahrt sollte der Hund nur leichte Kost bekommen, während der Fahrt gar nicht gefüttert werden. Trinkwasser sollte dagegen häufig angeboten werden.  

Denken Sie bei Hündinnen auch an die Läufigkeit. Heiße Hündinnen können den Urlaub stark beeinträchtigen. Es lohnt sich eine Läufigkeitsverschiebung in Betracht zu ziehen.

Bei kleineren Verletzungen können Sie Ihrem Tier vielleicht selber helfen, wenn Sie einen kleinen Erste Hilfekurs für Tiere machen und eine entsprechende Reiseapotheke mitnehmen.

Häufige Reiseziele sind der mediterrane Raum (Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Grie­chenland und die Türkei). Die wichtigsten Reisekrankheiten in diesen Ländern sind:





 
Babesiose
Leishmaniose
Ehrlichiose
Dirofilariose

Weitere Informationen zu diesen Krankheiten finden Sie unter "Reisekrankheiten".

Viele der genannten Reisekrankheiten werden durch Parasiten wie Zecken und Stechmücken über-tragen. Eine entsprechende Prophylaxe ist sinnvoll. Ihr Tierarzt wird Sie gerne beraten. Da Mücken vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv sind, sollte sich zu diesen Zeiten mit Ihrem Hund nicht im Freien aufhalten. Auch wenn die meisten Urlaubsländer nur einen Tollwutschutz vorschreiben, sind doch weitere Infektionskrankheiten in den Ländern stark verbreitet. Eine Impfkontrolle und eventuelle -auffrischung im Vorfeld schützt den Hund vor Ansteckung am Urlaubsort. Ebenso sollte Ihr Hund ca. 2 Wochen vor Urlaubsbeginn und vor allem im Anschluß an den Urlaub wiederholt entwurmt werden.  

Zu guter Letzt ist eine Abschlussuntersuchung ca. 2 Wochen nach dem Urlaub zu empfehlen, damit Ihr Tierarzt in der Lage ist, eine Erkrankung rechtzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Häufig sind die Formen, sowie die Ausprägung der Reisekrankheiten unspezifisch. 


 

 

Zuletzt angesehen