Übergewicht

Warum ist das Körpergewicht Ihres Tieres so wichtig?
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass rund 50 % aller Hunde und Katzen von Übergewicht betroffen sind. Ein übergewichtiges oder adipöses Tier ist einem erhöhten Risiko für das Auftreten einer ganzen Reihe klinischer Krankheiten ausgesetzt, einschließlich Diabetes mellitus, Herzerkrankungen, Hautprobleme, Atemnot und Gelenkerkrankungen.

Gewichtszunahme ist normalerweise die Folge einer Zunahme an Körperfett. Die Ursache dafür ist meistens eine übermäßige Futteraufnahme des Tieres, besonders in Kombination mit einem Mangel an Bewegung. Wenn dem Körper aus der Nahrung mehr Energie zugeführt wird als er verbraucht, wird dieser Überschuss im Körper als Fett gespeichert. Wie der Mensch auch, haben Hunde und Katzen ein Idealgewicht. Das Erreichen und Halten dieses Idealgewichtes senkt nicht nur die bereits genannten gesundheitlichen Risiken, sondern trägt auch dazu bei, Ihrem Tier zu einem aktiveren, längeren und gesünderen Leben zu verhelfen.

Zu den Faktoren, die Übergewicht begünstigen zählen:

Unangemessen grosse Futtermengen
Dazu zählen sowohl das Überfüttern durch unzureichende Kontrolle der Futterrationen wie auch das Verfüttern ka lorienhaltiger Leckerbissen "zwischendurch".

Krankheiten
Gelegentlich kann Übergewicht durch eine Krankheit ausgelöst werden, die dann vorrangig einer Behandlung bedarf .

Kastration
Kastrierte Tiere sind aufgrund des veränderten hormonellen Stoffwechsels einem erhöhten Risiko ausgesetzt, übergewichtig zu werden.

Alter
Ältere Tiere sind häufig weniger aktiv und benötigen entsprechend weniger Kalorien.

Rasse
Bestimmte Rassen wie Labrador Retriever, Cairn-Terrier, Cocker und Cavalier King Charles Spaniel sowie Mischlingskatzen sind für Übergewicht besonders anfällig.

Geringe Aktivität
Inaktive Tiere verbrauchen häufig weniger Energie, als ihnen mit dem Futter zugeführt wird.
Die Anzeichen von Übergewicht richtig erkennen

Diagnose
Liegt das Gewicht Ihres Tieres bis zu 15 % über dem Idealgewicht, wird es als Übergewichtig bezeichnet. Wird das Idealgewicht um mehr als 15 % überschritten wird Ihr Tier als adipös oder fettleibig eingestuft

Ihr Tierarzt kann Ihr Tier wiegen und die Körperkondition bzw. den Ernährungszustand beurteilen. Diese Einstufung dient der Feststellung ob sich das Gewicht des Tieres im Idealbereich befindet oder diesen übersteigt.

Folgende Anzeichen können darauf hindeuten, dass Ihr Tier übergewichtigt ist:
Rippen lassen sich nicht oder nur schwer ertasten
Keine Taille erkennbar
Schwierigkeiten beim Laufen
Schwerfälligkeit
Kurzatmigkeit
Aggressives Verhalten
Lange Schlafzeiten

Vorsicht: Selbst wenn Ihr Tier keines dieser Anzeichen aufweist, kann es trotzdem übergewichtig sein und die Gesundheit dadurch auch zukünftig in Mitleidenschaft gezogen werden. Lassen Sie im Zweifelsfall das Gewicht Ihres Tieres von Ihrem Tierarzt beurteilen.

Was kann man tun?
Zur Behandlung von Übergewicht wurden von mehreren Herstellern eine Reihe von Diät-Produkten entwickelt, mit denen man Übergewicht erfolgreich behandeln kann.

Derartige Diäten enthalten u.a. den Zusatz L-Carnitin (z. Bsp. Hill’s Tiernahrung) . L-Carnitin ist eine wasserlösliche, vitaminähnliche Substanz, die aufgrund ihrer unterstützenden Wirkung bei der Umwandlung von Fett in Energie eine Gewichtsabnahme und die Erhaltung gesunder Muskeln fördert.

Einige Tips zum Erfolg

Um erfolgreich abzunehmen, reicht eine Diät allein nicht aus. Neben einer Änderung der Freßgewohnheiten Ihres Lieblings ist jetzt ausreichende Bewegung besonders wichtig. Hier einige Tips, die Ihnen helfen werden:

Nehmen Sie das Abnehmen ernst.
Während sich Ihr Hund auf die andere umstellt, erscheint er Ihnen vielleicht hungriger als sonst. Vielleicht bettelt er auch zunächst nicht. Hier ist es ganz wichtig, dass Sie standhaft bleiben und ihm zwischendurch keine Leckereien oder Essensreste geben Andernfalls ist Ihr Vorhaben von vorn herein Scheitern verurteilt.

Geben Sie ihm mehrere Mahlzeiten pro Tag.
Wenn Sie ihm täglich zwei oder mehr kleine Mahlzeiten geben, nehmen Hunger und Neigung zum Betteln ab. Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass der Körper des Hundes oder der Katze zum Verdauen Energie verbraucht so dass bei mehreren Mahlzeiten dieser zusätzliche Abnahmeeffekt tatsächlich auch gesteigert auftritt.

Schränken Sie Snacks oder Leckerbissen ein.
Denken Sie daran, dass jeder Leckerbissen Energie enhält. Geben Sie Ihrem Hund weniger Leckereien pro Tag und tragen Sie sie in eine Tabelle ein. So verlieren Sie nie die Kontrolle darüber, wie viele "Extras" Ihr Liebling täglich frisst. Denken Sie daran: Je öfter Ihr Hund erfolgreich bettelt, desto öfter wird er es natürlich auch versuchen. Als gesunde Alternative erhalten Sie beim Tierarzt z.B. Restricted Calorie Rewards (Eukanuba).

Bringen Sie Ihr Tier bei den Mahlzeiten der Familie nach draußen.
Halten Sie Ihren Hund beim Kochen von der Küche und bei den Mahlzeiten vom Eßplatz fern. So verhindern Sie, dass er etwas vom Tisch bekommt. Wenn andere Haustiere gefüttert werden, sollte er auch nicht dabeisein.